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Flexigane Ernährung


Als Flexiganer bezeichnet man Personen, die sich hauptsächlich pflanzenbasiert ernähren, da sie ihre Gesundheit fördern wollen, die Umwelt schützen möchten oder weil sie die Massentierhaltung ablehnen.

Während Veganer, aus ethischen Gründen, jegliche Nutzung von Tieren und tierischen Produkten ablehnen, liegt der Fokus des Flexiganers zumeist nur auf der pflanzenbasierten Ernährung. Und ob er auf sämtliche tierische Produkte verzichtet oder eine eher gemäßigte, qualitätsorientierte und nachhaltige Verwendung betreibt, liegt allein in seinem Ermessen.

Eine rein pflanzliche Ernährung bedeutet aber nicht automatisch auch immer eine gesündere Ernährung, denn viele vegane Convenience-Produkte sind hochverarbeitet und stecken voller Salz, Zucker und Fett. Wer hauptsächlich von solchen Lebensmitteln und süßen Speisen lebt, ernährt sich vielleicht rein pflanzlich, jedoch keineswegs gesund. Eine gesunde Ernährung sollte zum größten Teil aus Obst und Gemüse, Vollkorngetreiden, Hülsenfrüchten, sowie Nüssen und Samen bestehen. Siehe hierzu auch unsere 10 einfachen Grundregeln weiter unten!

Es gibt mittlerweile unzählige Studien die klar zeigen, das sich der Verzicht auf tierische Produkte nicht schädlich auf unseren Körper auswirkt, und das eine rein pflanzliche Ernährung sogar einen gewissen Schutzeffekt für zahlreiche Zivilisationskrankheiten bietet. Allerdings kostet die pflanzenbasierte Ernährung etwas mehr Aufwand, denn um Mangelerscheinungen zu vermeiden, sollte man sich ein gewisses Grundwissen über Nahrungsmittel und ihre Inhaltsstoffe aneignen. Dies gilt jedoch nicht nur für Flexiganer, Vegetarier oder Veganer, sondern ebenso auch für den Mischköstler. Heutzutage kennt sich die Mehrzahl der Menschen besser mit dem eigenen Smartphone aus, als mit den Lebensmitteln die sie tagtäglich zu sich nehmen.

Grundsätzlich raten alle Fachgesellschaften der Welt zu einer überwiegend pflanzlichen Ernährung, bei der mindestens 75% der Kalorien aus Obst und Gemüse, Vollkorngetreiden, Hülsenfrüchten, sowie Nüssen und Samen stammen sollten. Eine Ernährungsform, von der die meisten Menschen sehr weit entfernt sind, da sie viel zu viele tierische Produkte konsumieren. Ein erster Schritt wäre es also die Mahlzeiten mit den tierischen Produkten deutlich zu reduzieren. Man muss sie nicht gleich komplett verteufeln. Geringe Mengen hochqualitativer, tierischer Produkte zu verzehren, stellt definitiv keine gesundheitliche Katastrophe dar.

Würden jedoch alle Menschen auf Fleisch und Milchprodukte verzichten, könnten wir weltweit auf 83 Prozent der landwirtschaftlichen Flächen verzichten, was einen enorm positiven Einfluß auf das Weltklima hätte. Und das Leid von Tieren aus der Massentierhaltung zu minimieren wäre ebenfalls ein ausgezeichneter Grund für eine rein pflanzliche Ernährung.



Flexigan für Anfänger - Wichtige Tipps

10 einfache Grundregeln für die vollwertig pflanzliche Ernährung. Wenn Du diese Empfehlungen beherzigst, wirst Du Dich automatisch schon einmal sehr gut ernähren. Und das ist sehr wichtig, denn eine pflanzlichenbasierte Ernährung bedeutet nicht automatisch auch eine gesunde Ernährung. Würdest Du ausschließlich nur von Pommes und Wodka leben, würdest Du Dich zwar auch rein pflanzlich ernähren, Deinem Körper auf Dauer aber sehr schaden. Und es gibt bereits genügend Beispiele von Personen, welche eine pflanzenbasierte Ernährung aus "gesundheitlichen Gründen" aufgegeben haben, nur weil sie sich nicht annähernd mit einer gesunden Ernährung auseinandergesetzt hatten.


1. Möglichst frisch:
Iss bei Deiner vollwertig pflanzlichen Ernährung möglichst abwechslungsreich. Nutze dafür das gesamte Angebot, dass Dir in den Nahrungsmittel-Geschäften zur Verfügung steht, um Dich mit mit allen wichtigen Nährstoffen zu versorgen. Verwende dabei möglichst viele unverarbeitete und frische Produkte.


2. Vitamin B12:
Wenn Du Dich rein pflanzlich ernährst, solltest Du zwingend Vitamin B12 supplementieren, denn man kann diesen lebensnotwendigen Nährstoff, bei unserem modernen Lebensstil, nicht mehr ausreichend aufnehmen. Mischköstler nehmen Vitamin B12 in gewissen Mengen über tierische Nahrungsmittel auf, da es den Tieren in der modernen Massentierhaltung zugefüttert wird. Aber auch sie sollten ihren Vitamin B12-Spiegel einmal testen lassen. Ohne eine ausreichende Vitamin B12 Zufuhr entwickeln sich innerhalb mehrerer Jahre gefährliche Mangelsymptome. Umfangreichere Informationen zum Thema findest Du in unseren Vitamin B12 - Infos.


3. Vitamin D:
Wir persönlich empfehlen zusätzlich auch noch Vitamin D zu supplementieren. Das hat zwar rein gar nichts mit der Ernährung zu tun, betrifft aber jeden modernen Menschen. Die gesundheitlichen Wirkungen von Vitamin D werden heutzutage von den allermeisten noch deutlich unterschätzt. Weitere Infos findest Du auch in unserem Video (YouTube-Link) zum Thema.


4. Omega-3:
Omega-3-Fettsäuren gehören zu den wichtigsten Vitalstoffen überhaupt. Gib daher immer gehackte Wallnüsse, frisch geschrotete Leinsamen oder Chiasamen, geschälte Hanfsamen oder einfach etwas Leinöl über Deine Speisen (Wichtig: Leinöl bitte niemals erhitzen!).Umfangreichere Informationen zum Thema findest Du in unseren Omega-3 - Infos.


5. Keine LowCarb-Ernährung:
Iss Dich bitte immer satt. Es gibt keine wissenschaftlichen Beweise dafür, dass Kohlenhydrate Krankheiten fördern oder dick machen. LowCarb ist eine reine Trend-Diät. Wer abnehmen möchte sollte einfach darauf achten weniger Kalorien zu sich zu nehmen als er verbraucht. Das funktioniert am besten durch den Verzicht auf Zucker, Alkohol und isoliertem Fett (siehe Punkt 7). Wenn Du Dich nicht satt isst (im normalen Umfang), wirst Du Dich immer schlapp fühlen.


6. Proteine:
Stelle Deine Proteinzufuhr durch den Verzehr von Tofu, Tempeh oder sonstigen Sojaprodukten, Vollkorn-Getreiden oder Hülsenfrüchten, wie Erbsen, Bohnen, Kichererbsen und Linsen sicher. Hülsenfrüchte aus Dosen zum Beispiel können Deinen Gerichten leicht und ohne Aufwand beigegeben werden.


7. Isolierte Fette:
Isolierte Fette, wie Öle oder Streichfette solltest Du nur selten und in möglichst geringen Mengen verwenden. Eine Ausnahme von dieser Empfehlung sind hochwertige Omega-3-Lieferanten wie Rapsöl zum Braten oder Leinöl für die kalte Küche (Wichtig: Leinöl bitte niemals erhitzen!). Isolierte Fette sind besonders auch in Fertigprodukten in großen Mengen enthalten.


8. Natürliche Fette:
Keine Angst vor natürlichen Fetten in ganzen Ölfrüchten oder Saaten. Nüsse, Samen, Kerne, Oliven oder auch Avocados liefern viele gesundheitsförderliche Stoffe. Gerade Nüsse sollten nahezu täglich mit auf Deinem Speiseplan stehen. Iss sie jedoch nicht in zu großen Mengen. Eine Handvoll Nüsse pro Tag wäre optimal.


9. Obst macht nicht dick:
Keine Angst vor Obst. Frisches Obst macht nicht dick, solange Du es frisch und im Ganzen isst und auf Säfte oder Softdrinks verzichtest. Frisches Obst enthält sättigende Ballaststoffe, viele Vitamine und Mineralstoffe.


10. Pflanzliche Grundnahrungsmittel:
Die 5 pflanzlichen Grundnahrungsmittel-Gruppen "Getreideprodukte", "Gemüse", "Obst", "Hülsenfrüchte" und "Nüsse/Samen" solltest Du immer in ausreichender Menge und Auswahl Zuhause haben. Optimalerweise verzehrst Du täglich Nahrungsmittel aus jedem dieser 5 Bereiche, um Dich mit allen notwendigen Nährstoffen zu versorgen.



Hier unser Video zum Thema: "Wichtige Ernährungs-Tipps".